-Was Sie schon immer über pflanzliche Heilöle wissen
wollten-
Hypericum perforatum
Familie der Johanniskrautgewächse - Hypericaceae
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Das Johanniskraut kommt in Europa, Nordafrika und Westasien auf sonnigen Heiden und Grasplätzen und an Waldrändern vor. Das echte Johanniskraut erkennt man an dem rundlichen, zweikantigen Stengel und an den - gegen das Licht gehalten - perforierten Blättern (durchsichtige Behälter, die das ätherische Öl enthalten). Beim Zerdrücken der frischen Blütenblätter tritt ein rubinroter Farbstoff aus (enthält Hypericin). Daher stammen die verschiedenen Volksnamen wie Christi Kreuzblut, Hergottsblut, St. Johannis-Blut u.a. Unsere Vorfahren sahen in den goldgelben, fünfstrahligen Blüten die eingefangene Kraft der Sonne, die alles Dunkle, Dämonische vertreiben konnte. Die Kräfte der Sonnenpflanze brachten auch Licht ins "verdunkelte" Gemüt. Paracelsus lobte bereits die heilende Wirkung des Johanniskrauts bei Depressionen, Melancholie und Hysterie. Tatsächlich konnte die antidepressive Wirkung des Krauts in vielen klinischen Untersuchungen nachgewiesen werden. Für die Zubereitung des Johanniskrautöles werden etwa 300 Gramm des Blühenden Krautes in einen Liter guten Trägeröls eingelegt und etwa zwei Monate in die Sonne gestellt. Das Öl entzieht während dieser Zeit Kraut und Blüten die heilenden Wirkstoffe und färbt sich rubinrot. Wichtig ist, daß bei der Gewinnung des Öles die Inhaltsstoffe nicht verändert werden dürfen, da sie nur in ihrer Gesamtheit die vorzüglichen Wirkungen entfalten können. (Synergieeffekt) |
Verwendeter Pflanzenteil
Johanniskraut - Herba Hyperici, frische
Johanniskrautblüten - Flores Hyperici recentes.
Inhaltsstoffe
Gerbstoffe; Flavonide; Pseudohypericin;
Protopseudohypericin; Cyclopseudohypericin;
Naphtodianthrone; Xanthonderivate; Choline; Tannin u.a.
Wirkung
Äußerlich:
entzündungshemend, nervenberuhigend, antiseptisch,
gewebebildend (wundheilend), Förderung der
Kapillardurchblutung, hautpflegend.
Innerlich:
antidepressiv, stimmungsaufhellend
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Anwendungsgebiete Äußerlich: Johanniskrautöl hat sich bei Rheuma, Gicht, Hexenschuß, Ischias, Quetschungen, Muskel-, Nervenschmerzen und Muskelzerrungen vor allem in Form von Massagen (Mischung mit Mandelöl 1:10) sehr gut bewährt. Um die Wirkung des Massageöls zu verstärken, lassen sich ätherische Öle, wie deutsche Kamille, Lavendel, Majoran und spanischem Rosmarin beimischen. Der Anteil ätherischer Öle sollte 1% ( 1ml je 100ml Massageöl) nicht übersteigen. |
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Bei leichten Verbrennungen, Geschwüren, Hämorrhoiden, offenen Wunden, sensibler, nervöse und zu Allergien neigender Haut empfiehlt sich ebenfalls ein Zusatz von ca. 10% Johanniskrautöl in einem anderen Trägeröl, wie Jojoba- und/oder Aloe-vera-ÖL . Verstärkend wirken hier: deutsche Kamille, Lavendel, Teebaum, Manuka und Myrrhe.
Wichtiger Hinweis!
Patienten, die z.B. Herzmedikamente, Medikamente zur Blutverdünnung, Präparate bei HIV-Infektionen oder nach Organtransplantationen, aber auch chemische Antidepressiva einnehmen müssen, sollten Johanniskraut ausdrücklich nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden, da die Wirksamkeit der synthetischen Medikamente durch Johanniskraut - Präparate teilweise ganz erheblich herabgesetzt wird und die notwendige Wirkung der ärztlich verordneten Medikamente nicht mehr eintritt.
Auch bei Personen mit Leberschäden sollte die Dosierung von Johanniskraut ärztlich abgeklärt werden, da die geschädigte Leber die enthaltenen Substanzen anders verstoffwechselt wie eine gesunde Leber.
Nebenwirkungen:
Sonnenempfindliche, hellhäutige Personen sollten während der Einnahme starke Sonnenbestrahlung meiden bzw. einen Sonnenschutz auftragen. Johanniskraut kann die Empfindlichkeit der Haut auf Sonne erhöhen.
Die Reaktionsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit werden nicht beeinflusst (ein ganz entscheidender Vorteil gegenüber den chemischen Präparaten!).
Johanniskraut ist sehr gut verträglich und führt zu keiner Abhängigkeit.
Die
Johanniskraut-Page im Internet
(englischsprachige, sehr ausführliche Sammlung
weltweiter, klinischer Untersuchungen)
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Ed
Erutan
| © Copyright 1998 by Ed Erutan | Letzte Änderung: 17.02.2004 |